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Die Lebensmittelbranche gehört zu den anspruchsvollsten Umfeldern, in denen Unternehmenssoftware bestehen muss: verderbliche Ware, lückenlose Rückverfolgbarkeit, strenge Audits und harter Konditionsdruck im Handel – und das alles bei knappen personellen Ressourcen. Wer in der Fleischverarbeitung, Fischproduktion oder im Lebensmittelgroßhandel unterwegs ist, kennt diesen Spagat aus eigener Erfahrung.

Eine Branche unter Druck

In Gesprächen mit Geschäftsführern und Anwendern aus dem Mittelstand begegnen uns immer wieder dieselben acht Herausforderungen:

  • MHD, Restlaufzeiten & Frische – ohne systemgestützte FEFO-Steuerung entscheiden Zuruf und Erfahrung, und im Zweifel die Abschrift.
  • Chargenrückverfolgung & Rückruf – im Ernstfall zählt jede Stunde. Wer Chargen nur in Ordnern und Excel nachvollziehen kann, verliert Zeit und Vertrauen.
  • EDI & Anbindung an den LEH – elektronische Rechnungen und Lieferavise sind für viele Handelspartner keine Kür mehr, sondern Voraussetzung für die Listung.
  • Intransparente Kalkulation & Margen – wer den Einstandspreis erst nach Wochen kennt, verkauft heute mit den Margen von gestern.
  • IFS-, BRC- & Dokumentationspflichten – manuell gepflegte Nachweise binden Kapazitäten, die im Tagesgeschäft fehlen.
  • Papierbelege & manuelle Freigaben – Medienbrüche kosten Durchlaufzeit und Skonto.
  • Fachkräftemangel & Wissenssilos – steckt Prozesswissen in Köpfen statt in Systemen, wird jede Personalveränderung zum Risiko.
  • Insellösungen & Excel-Listen – getrennte Systeme erzeugen doppelte Pflege, Abstimmungsaufwand und widersprüchliche Zahlen.

Keine dieser Herausforderungen löst sich durch mehr Personal oder mehr Disziplin. Sie lösen sich durch Prozesse, die vom System getragen werden – nicht von einzelnen Personen.

Fünf Warnsignale, die auf Handlungsbedarf hindeuten

Ein ERP-Wechsel ist kein Selbstzweck. Er lohnt sich dann, wenn das heutige System Wachstum, Compliance oder die eigenen Mitarbeitenden ausbremst. Fünf Signale aus der Praxis zeigen, wann genau das der Fall ist:

  1. Auswertungen entstehen in Excel, nicht im System.
  2. Eine vollständige Chargenrückverfolgung dauert länger als eine Stunde.
  3. Preise und Konditionen werden außerhalb des Systems gepflegt.
  4. Vor Audits werden Unterlagen tagelang zusammengesucht.
  5. Neue Mitarbeitende brauchen Monate, bis sie sicher buchen.

Trifft mehr als eines dieser Signale zu, lohnt sich ein genauerer Blick auf die eigene Systemlandschaft.

profor dynamics food365 – die Branchenlösung auf Basis von Business Central

profor dynamics food365 ist unsere spezialisierte Branchenlösung für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central. Sie vereint alle relevanten Geschäftsprozesse in einem zentralen ERP-System – entstanden aus zahlreichen Projekten mit Fleischverarbeitern, Fischproduzenten und Großhändlern.

Statt einer riskanten Individualentwicklung erhalten Unternehmen eine ganzheitliche, modular aufgebaute Lösungsplattform mit täglichen Einsatzbereichen wie:

  • Einkauf & Rohstoffmanagement
  • Produktion & Rezepturverwaltung
  • Chargen & Rückverfolgbarkeit
  • Lager & Bestandsführung
  • Verkauf & Auftragsabwicklung
  • Qualitätssicherung & Dokumentation
  • Controlling & Auswertungen

Papierlos arbeiten mit DocuWare

Ein ERP-System steuert die Prozesse – doch rund um jeden Prozess entstehen Dokumente: Lieferscheine, Eingangsrechnungen, Zertifikate, Verträge, Prüfprotokolle. Mit DocuWare werden diese Dokumente digital erfasst, revisionssicher archiviert und automatisch in Workflows geleitet.

Für die Lebensmittelbranche heißt das konkret: Jeder Beleg ist in Sekunden auffindbar – im Audit, im Reklamationsfall, im Tagesgeschäft. Freigaben laufen digital statt in der Unterschriftenmappe, auch vom Smartphone aus. Zentrale Funktionsbereiche sind dabei die Automatisierung des Posteingangs, die Rechnungsprüfung inklusive E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD), das Vertragsmanagement sowie die Verfahrensdokumentation nach GoBD.

Mit DocuWare Connect to BC 365, unserer eigenen Schnittstelle, werden Belege aus dem ERP automatisch archiviert und sind direkt aus der Business-Central-Maske abrufbar – ohne Suchen, ohne Systemwechsel.

KI & Copilot in Business Central – was heute wirklich geht

Um KI ist viel Lärm entstanden. Wir halten es nüchtern: Entscheidend ist, was im Tagesgeschäft zuverlässig Arbeit abnimmt. Microsoft integriert Copilot und KI-Agents direkt in Business Central – als Teil der Plattform, nicht als Zusatzprodukt. Sechs Anwendungsfälle halten wir heute für praxisreif:

  • Aufträge aus E-Mails erfassen: Der Sales Order Agent liest eingehende Bestellungen und erstellt daraus Auftragsentwürfe – Mitarbeitende prüfen und geben frei, statt abzutippen.
  • Auswertungen in natürlicher Sprache: Copilot beantwortet Fragen zu Beständen, Umsätzen und Aufträgen direkt im System.
  • Eingangsrechnungen automatisch kontieren: KI-gestützte Vorschläge lernen aus bisherigen Buchungen.
  • 3-Way-Matching: Bestellung, Wareneingang und Rechnung werden automatisch abgeglichen, nur Abweichungen landen auf dem Schreibtisch.
  • Verträge analysieren & Risiken bewerten: KI extrahiert Fristen, Konditionen und Risikoklauseln aus Verträgen im DMS.
  • Bedarfe prognostizieren: Absatzprognosen auf Basis historischer Daten unterstützen die Disposition.

Unsere Haltung dazu ist klar: KI ersetzt keine sauberen Prozesse – sie setzt sie voraus. Wer heute eine konsistente Datenbasis in ERP und DMS schafft, kann morgen jede neue KI-Funktion der Microsoft-Plattform ohne Zusatzprojekt nutzen. Man investiert einmal in die Grundlage und profitiert fortlaufend von der Weiterentwicklung.

Drei Perspektiven auf denselben Nutzen

Ein ERP-Projekt betrifft das ganze Unternehmen – aber jede Rolle stellt andere Fragen an das System:

  • Geschäftsführung: verlässliche Kennzahlen in Echtzeit statt Excel-Konsolidierung am Monatsende, reduziertes Haftungsrisiko durch systemverankerte Rückverfolgbarkeit und GoBD-konforme Archivierung, sowie Investitionssicherheit durch die Microsoft-Plattform.

  • Key-User und Prozessverantwortliche: Prozesse lassen sich ohne Programmierung anpassen, ein System ersetzt fünf Insellösungen, saubere Stammdaten statt gepflegter Parallel-Listen.

  • Anwenderinnen und Anwender: schnelle Auftragserfassung mit branchengerechten Masken, Belege in Sekunden finden statt in Ordnern blättern, das System schlägt vor – die Mitarbeitenden bestätigen.

Aus der Praxis: Delta Fleisch Handels GmbH

Delta Fleisch ist einer der größten Lebensmittel-Lieferanten Deutschlands mit Sitz in Hamburg, mit 400 Mitarbeitenden und 150 Mio. € Jahresumsatz. Seit 2017 setzt das Unternehmen auf unsere Lösungen auf Basis von Business Central und DocuWare.

CFO Torben Klotz bringt es auf den Punkt: profor habe überzeugt, indem Business Central passgenau auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten wurde – mit einem Verständnis für die Branche, das den Unterschied gemacht hat.

Wie wir arbeiten

Eine ERP-Einführung ist kein IT-Projekt, sondern ein Organisationsprojekt. Deshalb beginnt jedes Vorhaben mit den Prozessen des Kunden – nicht mit der Software:

  1. Analyse & Prozess-Check – Abläufe vom Wareneingang bis zur Rechnung aufnehmen und die Punkte mit dem größten Hebel identifizieren.
  2. Konzeption – Lösungskonzept mit klarem Zeitplan und transparenten Kosten.
  3. Implementierung – Einrichtung, Datenübernahme und Schnittstellen auf Basis praxiserprobter Branchenstandards.
  4. Go-Live & Schulung – Begleitung des Echtstarts vor Ort und rollenbezogene Schulung.
  5. Support & Weiterentwicklung – Systembetreuung, Help-Desk und kontinuierliche Weiterentwicklung nach dem Go-Live.

Fazit

Die Herausforderungen der Lebensmittelbranche – von Chargenrückverfolgung bis Compliance – lassen sich nicht durch mehr Personal oder mehr Disziplin lösen, sondern durch Prozesse, die von einem durchgängigen System getragen werden. Mit profor dynamics food365 auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central und DocuWare entsteht genau diese Grundlage – ergänzt um KI-Funktionen, die schon heute praxisreif sind.

Sie möchten wissen, wo Ihr Unternehmen steht? Vereinbaren Sie einen kostenlosen, unverbindlichen Prozess-Check mit unseren ERP-Experten. Dauer: ca. 15–30 Minuten, telefonisch oder online.

Lesen Sie mehr zum Thema ERP in der Lebensmittelindustrie in unserem White Paper: https://content.profor-software.de/white-paper-erp-l%C3%B6sungen-f%C3%BCr-die-lebensmittelindustrie

Kontakt: Oliver Stuck, Head of Direct Sales | E-Mail: o.stuck@profor-software.de

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